Tejo

Tejo

Tejo.jpgSatte, grüne Wiesen, flaches Ackerland, ein breiter, stattlicher Fluss, der sich durch die Landschaft schlängelt – solche Bilder kennt man von der Region Tejo. Die DOC Tejo, die nahezu das gleiche Gebiet wie die gleichnamige Vinho Regional umfasst, verläuft an beiden Seiten des Flusses, der sich seinen Weg in Richtung Westen bis nach Lissabon bahnt.

Abseits des Stroms wird die Landschaft trockener und hügelig. Hier liegen die Weinberge neben Olivenhainen und Obstgärten. Bis vor kurzem hießen die DOC noch Ribatejo und die Vinho Regional war unter dem Namen Ribantejano bekannt.


Region

Neue Reben wurden aus Qualitätsgründen vermehrt auf den höheren und trockeneren Ebenen angepflanzt. Die beiden Subregionen im Hochland sind Charneca und Bairro. Charneca liegt im Südosten des Flusses an das Alentejo grenzend. Dort ist es heißer und trockener als in der übrigen Tejo-Region. Typisch sind außerdem die Sandböden. Die Trauben reifen hier früh und schnell, der Ertrag pro Weinrebe ist relativ gering, was einen Vorteil für die Qualität bedeutet.

Im Norden und Osten des Flusses Tejo liegt Bairro mit seiner abwechslungsreichen Landschaft: Flachland wechselt sich mit Hügeln ab und reicht bis ins Gebirgsvorland der Serra de Aire und Serra dos Candeeiros an der Grenze zur Lisboa-Region. Die Böden im Bairro bestehen aus Lehm oder Kalkstein, in der Nähe der charmanten, mittelalterlichen Stadt Tomar auch aus Schiefer

Trotz des Trends zu Rebanlagen in den trockeneren Gebieten, werden noch immer Tejo-Weine in Leziria produziert, der fruchtbaren Flussebene, mit entsprechend beeinflusstem Terroir: Überschwemmungen im Winter, marmorierte Sandbänke im Sommer. Es fordert viel Einsatz unter diesen Bedingungen gute Weine zu produzieren. Mit konsequentem Rebschnitt lassen sich aber auch hier recht gute Ergebnisse in Form von zugänglichen, fruchtigen Weiß-, Rosé- und Rotweinen erzielen. Viele ehemalige Winzer haben allerdings umgestellt  und bauen nun Melonen, Erdbeeren, Tomaten, Getreide, Reis, Gemüse und heimisches Obst an.

Nur eine Stunde von Lissabon entfernt hat das Tejo auch in touristischer Hinsicht viel zu bieten. Das Herz der Region ist die einstige Zitadelle Santarém, die heute eine lebendige Agrarmetropole ist. Bestaunen Sie die Lusitano-Hengste auf den Weiden, besuchen Sie einen Stierkampf oder erkunden Sie das einmalige Naturreservat der Feuchtgebiete im Süden.